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  ©Kornnatter.de
Blizzard
Ursprung dieser verblüffenden Farbvariante ist ein anerythristischer Wildfang aus der Region um "Pine Island" von Bill & Kathy Love. Dieser weibliche Wildfang trug zwei anerythristische Genanlagen. Zum einen war sie Anerythristic (Typ A) und zum anderen die erste bekannte Charcoal-Gen Trägerin (Anerythristic Typ B).
Dabei wurde die Farbe Blizzard beim Experiementieren mit der Charcoal Linie, also Nachkommen des wildgefangenen Weibchens, zufällig entdeckt. Rich Zuchowski, Art Meyer und Jack Cole paarten parallel zur genetischen Verifizierung des Charcoals Gens, diese Tiere mit Snows. Die F1 Generationen waren hauptsächlich Wildfarben, nur ein kleiner Teil war Anerythristisch. Da Snows anerythristisch Typ A veranlagt sind, als Nachkommen von Anerythristic A X Anerythristic A also auch hauptsächlich A herauskommen müssten, bestätigte das Ergebnis die Vermutung, dass es sich bei dem Charcoal-Gen um eine eigene Genreihe handelt. Beim Kreuzen dieser F1 Generation untereinander schlüpften dann Überraschenderweise die ersten Blizzards.º

Namensgebend bei dieser Farbvariante waren Bill & Kathy Love. Der Name Snow war zu dieser Zeit ja schon seit längerem bekannt, als Steigerung fiel den beiden dann Blizzard ein, denn in einem Blizzard (Schneesturm) sieht man nichts als Weiß.¹

Erscheinung:
Als Neonaten ähneln Blizzards einer Snow, die durchscheinenden Blutgefäße lassen sie zudem sehr pink erscheinen. Die Sattelflecken sind bei Jungtieren teilweise noch gut zu erkennen. Mit zuhnemendem Alter verschwinden dann bestenfalls die Sattelflecken vollständig, so dass eine rein weiße Schlange entsteht. Die Ventralzeichnung ist wie bei amelanistischen Farbvarianten perlmutfarbig und die Augen rot.
Bei einigen Tieren kommt jedoch mit zunehmendem Alter eine gelbe Pigmentierung, vor allem an den Flanken, zum Vorschein. Einige haben sogar eine gelbe Umrandung an den Stellen der Sattelflecken oder eine fast einfarbig gelbe Ventralzeichnung. Es wird vermutet, dass dies aufgrund der Anerythristic A Veranlagung der Ursprünge zustande kommt. Ist ein Blizzard Tier also heterozygot Anerythristic A veranlagt, überlagert das dominierende A Gen den Charcoal Gendefekt. Eine andere Theorie geht von einem beeinflussenden Xanthismus oder Axanthismus aus. Fazit, die Ursache dieser Gelbfärbung ist noch sehr unklar!º
Interessant ist die Tatsache, dass mit dem Verschwinden der gelben Farbpigmente, auch die Zeichnung (Sattelflecken) der Kornnatter verschwinden. Wenn also z.B. einer Snow das Gelb genommen wird, eine Blizzard ohne Zeichnung entsteht. Ein Zusammenhang des gelben Farbstoffes mit der Kornnatterzeichnung wird vermutet, ist aber ebenfalls nicht bewiesen.

Als Jungtier sind 1a Blizzards nicht zu erkennen, erst bei juvenilen Tieren ist das Potential verlässlich erkennbar. Die Erscheinung der Blizzards kann bis zu einem Jahr mit jeder Häutung sehr stark variieren, anfänglich für 1a gehaltene Tiere können sich stark gegenteilig entwickeln und umgekehrt. Eine Besichtigung der Elterntiere ist daher vor dem Kauf von Jungtieren empfehlenswert.

Veranlagung:
Blizzard entsteht aus der Verpaarung von Amelanistic X Anerythristic X hypo- oder axanthistiche Form (ohne rot, ohne schwarz, ohne gelb) in der 2. Generation. Beispielsweise: Amelanistic und Charcoal (Anerythristic + Hypoxanthistic = Anerythristic Typ "B")






English

This Morph evolves from a wild caught Anerythristic female. She was caught in the area of "Pine Island" by Bill and Kathy Love. This female carried 2 different Anerythristic genes. She was Anerythristic type A, but also the first known carrier of Anerythristic type B, also known as Charcoal. The blizzard Morph was accidentally discovered by Rich Zuchowski, Art Meyer and Jack Cole as they did some test pairing to verify the gene. Some of the F1 generation of the original female were crossbred with Snows which produced mostly Normals, only a few Anerythristic. Due to the fact that Snows are carriers of the Anerythristic A gene, and when you pair Anerythristic A X Anerythristic A you will get Anerythristic A. This proved that the Charcoal gene a separate new Anerythristic gene is. This F1 generation were crossed with each other and that is when the first Blizzards surprisingly appeared.

The name of this Morph was given by Bill and Kathy Love. The name Snow was already known, and then they thought the next best description would be Blizzard, because in a Blizzard all you can see is white.

Appearanca:
Blizzard hatchlings are very similar to Snow hatchlings, the thin skin lets the viens and arteries shine through so that they look a bit pink. The saddle markings are clearly visible by hatchlings. Thes will disappear with time, so that at some stage it is a completely white snake. The Ventral pattern is like an Amelanistic, pearl coloured, and the eyes are red. Some animals as they get older produce some yellow pigment on their sides. Some even have a yellow border around the saddle markings, or a completely yellow ventral pattern. The guess is that this comes from the Anerythristic A genes in the original female Charcoal. If you have a Blizzard that is heterozygote for Anerythristic A, then Anerythristic A will probably dominate over the Charcoal gene. Another theory is that it has something to do with Xanthism or Axanthism. Basically the reason for the yellow pigmentation after a few years is clearly not known. It is also interesting to know that as the yellow pigment disappears, the saddle markings also disappear. For example if you take the yellow colouring away from a Snow, you become a Blizzard without markings. A connection between the yellow pigment and Corn Snakes markings is the logical explanation, but has not yet been proven.

It is not possible to choose a perfect Blizzard as hatchling, by Juvenile Snakes it is easier to determine the potential of a Blizzard. Blizzards vary in colour after every shed for about the first year, young Blizzards thought to be almost perfect examples may then become the opposite and vice versa. A look at the parents before buying a Blizzard is always a good idea.

Inheritance:
Blizzards can be bred by pairing Amelanist X Anerythristic X Hypo or axanthic (no red, no black and no yellow) in the F2 generation i.e. Amelanistic X Charcoal(Anerythristic+Hypoaxanthic= Anerythristic type B)

Diese Farbvariante ist ein Mix aus: Amelanistic & Charcoal

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º[RichZ05], Internetseite
¹[Love95], S. 113

 

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Marcel René Meißner © 2007