Durch Kreuzung amelanistischer Kornnattern mit nördlichen Präriekornnattern (Pantherophis emoryi) erhofften sich einige Züchter, darunter als erster Glen Slemmer in Vancouver, eine goldgelbe bis orangefarbene neue Farbvariante. Glen Slemmers ursprüngliche Bemühungen entstanden im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Reverse Okeetee Farbvariante. Er wollte durch diese artfremde Paarung den gelben Grundton steigern und festigen. Neben hybriden Reverse Okeetees entstanden die ersten "Creamsicles" (Creme-Lutscher), die an ein Eis am Stil erinnern sollen. Mittlerweile gibt es allerdings sehr unterschiedliche orangefarbene Varianten dieser Farbform. Allen gemein ist das Fehlen des rein roten Farbtons. Der Grundton dieser Farbvariante ist meistens ein kräftiges Gelb.º
Erscheinung:
Creamsicle zeichnen sich durch das Fehlen eines richtigen Rottones aus. Sie sind von der Grundfarbe sehr hell pastell-gelb bis hin zu gelblich orange. Die Sattelflecken sind dunkel Orange, die Sattelfleckumrandung verwischt mit dem Hintergrund und ist nicht offensichtlich.
Interessantes:
Don Soderberg züchtet eine Creamsiclelinie auf Basis einer amelanistischen Emoryi. Begonnen hat er mit diesem Projekt mitte der 90er. Optisch ähneln einige der Nachzuchten durch das forcierte Gelb einer Butter. Er nannte diese Linie dann "Golden Emoryi", heute findet man sie auf seiner Homepage unter "Creamsicle Corn Snake (Yellow)". Andere Jungtiere gehen jedoch mehr in Richtung Reverse Okeetee, diese nennt er dann "Creamsicle Corn Snake (Okeetee)". Beide optischen Varianten werden mittlerweile wohl separat weiterentwickelt.¹ Das amelanistische Emoryi Gen ist jedoch nicht kompatibel mit dem amelanistischen Guttatus- (Kornnatter) Gen. Das Amelanistic-Gen der Emoryi und das Gen der Kornnatter erzeugen keine homozygoten amelanistischen Nachkommen, die Nachzuchten sind also alle wildfarben het. Amelanistic-Emoryi und het. Amelanistic-Guttatus.º Kritisch ist, dass viele Menschen die Emoryi als eigene Art sehen. Nach der Neustrukturierung der Kletternatterarten ist dies laut neuster Wissenschaft ebenfalls so. Wenn in Zukunft dieses Amelanistic-Emoryi-Gen (Amel2) mit anderen Farbvarianten kombiniert wird, ist in einigen Jahren eine genaue Trennung der artmäßigen Abstammung nahezu unmöglich. Vielen Menschen liegt jedoch eine Haltung reinrassiger Kornnattern am Herzen. In diesem Fall ist in Zukunft beim Kauf daher eine genauere Recherche der Abstammung unumgänglich. Ansonsten folgt spätestens beim ersten Gelege eine böse Überraschung.
Durch die artfremde Kreuzung einer Kornnatter mit einer Emoryi erhält man Gelege mit weniger, dafür größeren Eiern. Die Neonaten (Jungtiere) sind etwas kräftiger und robuster als reinerbige Kornnatterkreuzungen und sollen schneller ans Futter gehen.
Es finden sich jedoch Berichte, dass durch die größeren Eier, einige Weibchen Probleme bei der Eiablage bekommen. Es ist also bei dieser Farbvariante umso wichtiger, dass die Weibchen ein ausreichendes Alter und Größe haben und nicht zu früh verpaart werden.
Es gibt allerdings auch schon creamsiclefarbige Tiere, die aus reinerbiger Kornnatterzucht kommen, also keine Hybriden sind. Durch Kreuzung von amelanistischen Non-White-Albinos Tieren mit Butter bekam man eine sehr ähnliche Farbgebung.
Eine Anmerkung:
Das Ziel eines Terrarianer sollte es sein, eine Art zu erhalten, und zwar möglichst Naturnah. Da dies bei den Farbzuchten von einigen schon sehr Kritisch betrachtet wird, ist bei einer Zucht von Hybriden das eigentliche Ziel der Terraristik nicht mehr gegeben.
Viele Käufer wissen leider nicht, dass Creamsicle keine reine Kornnatter ist. Jeder Halter sollte daher so verantwortungsvoll sein, und die Farbvariante Creamsicle nicht mit anderen reinen Kornnattern-Varianten verpaaren. Zum Einen entsteht durch Verpaarung anderer Farbvarianten in Kombination mit Creamsicle keine "neue" Farbvariante. Zum Anderen werden diese Nachzuchten, optisch nicht mehr als Arthybrid identifizierbaren Tiere, ohne Hinweis verkauft. Mit ihnen wird dann unwissend als reine Kornnatter weitergezüchtet und die Vermischung der Gene forciert.
English
Through cross breeding an Amelanistic Corn with a Northern Prarie Rat Snake (Pantherophis Emoryi), some breeders, including Glen Slemmer in Vancouver, hoped that they would get a yellowy gold to orange coloured new Morph. Glen Slemmers first started this project to try and improve the Reverse Okeetee Morph. He wanted to enhance the yellow by creating Hybrids. Not only did he get Hybrid Reverse Okeetees, he also got the first Creamsicles, they received this name because they look abit like Ice lollies. Since then there are a lot of different orange coloured Creamsicles. The one thing they have in common is that they all have no red colouring. The ground colour of this Morph is mostly a bright yellow.
Appearance:
Creamsicles can be identified by the complete lack of a proper red tone. The ground colour is a light pastel yellow that can vary to an orangey yellow colour. The saddle spots are dark orange, the saddle spots borders fade into the ground colour, and are not clearly visible.
Interesting facts:
Don Soderberg started a Creamsicle line based on an Amelanistic Emoryi. He began this project in the mid 90s. Some of the offspring were, thanks to the intensified yellow pigment, very similar to Butters. He called this line Gold Emoryi, nowadays you can find them on his homepage as Creamsicle Corn Snake (Yellow). Other offspring resembled a Reverse Okeetee, these he calls Creamsicle Corn Snake (Okeetee). Both optical versions have been separately further developed. The Amelanistic Emoryi gen eis not compatable with the Guttatus Amelanistic gene. The 2 genes together do not produce Amelanistic offspring; they are normal coloured heterozygote Amelanistic Emoryi and Amelanistic Guttatus. A problem arises now as some people recognise Emoryi as a separate species, after the restructuring of the Elaphe species it also scientifically its own species. So in the future this Emoryi Amelanistic gene will be mixed with other Morphs, which makes a separation of both species almost impossible. A lot of people put a lot of effort into keeping their collection Hybrid free, if this is the case then it will be difficult to find new snakes unless you know the ancestry of the Snake you want to buy. Otherwise as soon as the eggs hatch, you could get the first unwanted surprise.
Thanks to the cross breeding with another species, you should end up with smaller clutches, but with bigger eggs. The hatchlings are bigger and stronger than purebred Corn Snakes and are supposed to be better eaters. There are some rumours though that because of the big eggst he females have problems laying them, which means it is even more important with this Morph that the females are a good age and size before breeding.
Nowadays you can also find Creamsicle Snakes that come from pure Corn Snake lines, non hybrids. Through cross breeding Amelanistic non white albinos and Butters the results were very similar to Creamsicles.
Little note:
The goal of a hobby breeder should always be to try and help to prevent a species from becoming extinct and as close to the natural form as possible. The Colour Morph breeding is seen by some people as critical, by breeding Hybrids is this goal no longer possible. Many buyers of Snakes don’t realise, or know that Creamsicles are not pure Corn Snakes. Every breeder of Creamsicles should then at least have the decency not to breed Creamsicles to other pure Corn Snake Morphs. One good reason is because through cross breeding you will not get any “new” Morphs, and secondly these offspring are can no longer be identified as Hybrids and will be sold as pure Corn Snakes. These Hybrids will then be used for other breeding projects, and soon there will be no pure Corn Snakes.
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20 User Online | Zeit: 14:31 Uhr | Freitag, 10. September 2010
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